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Sellrainer Hüttenrunde 2018-07-26T14:20:52+00:00

Sellrainer Hüttenrunde

Unterwegs im Sellraintal

Etwa eine halbe Autostunde von Innsbruck entfernt befinden sich die Berge des Sellrain. Sie werden begrenzt vom Inntal im Norden, dem Ötztal im Westen und dem Wipp- und Stubaital im Osten. Im Süden sorgen die Stubaier Alpen für eine prächtige Kulisse. Zum Sellrain gehören die Orte Sellrain, Gries, Kühtai und St. Sigmund. Größtes Seitental ist das Lüsenstal, das bei Gries nach Süden abzweigt, mit Juifenau, Narötz, Praxmar und Lüsens. Von St. Sigmund aus führt die Straße über den Kühtaisattel (2020 m) ins Ötztal.


Besonders reizvoll sind die zahlreichen kleinen, ruhigen Seitentäler des Sellrain, die von bis zu dreitausend Meter hohen
Gipfelketten umrahmt werden. Eine einsame Landschaft ohne Lifte, Autos und Lärm – stattdessen Natur, Stille und Erholung pur. Vor allem natürlich in den beiden Schutzgebieten des Sellrain: im Ruhegebiet Stubaier Alpen und im Ruhegebiet Kalkkögel mit seinen unverwechselbaren, an die Dolomiten erinnernden Bergzinnen.
Die Ruhegebiete wurden in den 1980er Jahren ausgewiesen, um die Erschließung durch Lifte und Straßen im Alpenraum einzudämmen. In dieser wilden Naturlandschaft leben unter anderem Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere. Auch Bären, die von Süden kommend die Tiroler Berge durchstreifen, nutzen die Weitläufigkeit des Geländes. Zu Gesicht bekommt man die scheuen Bewohner der Bergwildnis allerdings nur mit viel Geduld, einer guten Beobachtungsgabe und einer großen Portion Glück!


Die Bergsteiger und Bergwanderer sind im Sellrain abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs zu einsamen Gipfeln oder von Hütte zu Hütte. Klare Gebirgsbäche, kleine Seen und malerische, mit Alpenveilchen, Alpenrosen und vielen weiteren Bergblumen geschmückte Zwischenterrassen laden bei den Wanderungen zum Innehalten, zum Schauen oder auch zum Meditieren ein. Ideale Rastplätze sind die bewirtschafteten Almen. Aufgrund ihrer Höhenlage weiden dort vor allem Schafe, die in kleinen Gruppen durchs Gelände streifen.


Immer aufs Neue beeindrucken die Gletscher und ihre unübersehbaren Spuren, die seit der letzten Eiszeit die Landschaft prägen. Ihr derzeitiger Rückgang ist gut sichtbar und liefert ein eindrucksvolles Zeugnis des globalen Klimawandels.

Die Etappen

der Sellrainer Hüttenrunde

1. Etappe
Sellrain (908 m) – Potsdamer Hütte (2009 m) – Gehzeit: ca. 3,5 h

2. Etappe
Potsdamer Hütte – Westfahlenhaus (2273m) – Gehzeit: ca. 7,5 h

3. Etappe
Westfahlenhaus (2273 m) – Pforzheimer Hütte (2308) – Gehzeit: ca: 5 h

4. Etappe
Pforzheimer Hütte (2308 m) – Schweinfurter Hütte (2034 m) – Gehzeit: 4 h

5. Etappe
Schweinfurter Hütte (2034 m) – Bielefelder Hütte (2112 m) – Gehzeit: 9 h

6. Etappe
Bielefelder Hütte (2112 m) – Dortmunder Hütte (1949 m) – Gehzeit: 4 h

7. Etappe
Dortmunder Hütte (1949 m) – Sellrain (908 m) – Gehzeit: 9 h

 

 

Ausgangspunkte:
Ötztal, Sellrain (Kühtai), Oberperfuss